Was tun gegen die Ölkrise ? Heizöl mit Pflanzenöl verdünnen!
Bei einem Preis von 67 Dollar (ca. 90 CHF) pro 100 Liter fragen sich viele Familien, wo sie diesen Winter das Geld für das Heizöl hernehmen sollen.
Einsparungen mit Pflanzenöl
Moderne Autos konsumieren wenig Benzin, die Schweiz verfügt über ein gutes öffentliches Verkehrsnetz, so dass bei den Transportkosten Einsparungen gemacht werden können. Riskant ist es allerdings, auf einen milden Winter zu hoffen, um dann mitten in der kalten Jahreszeit zu einem noch viel höheren Preis als heute Heizöl kaufen zu müssen. Nicht wenige Haushalte werden beim heissen Wasser sparen und die Heizung auf ein Minimum einstellen müssen. Aber auch hier sind Einsparungen möglich, denn Heizöl kann bis zu 30% mit gut filtriertem Hanf-, Sonnenblumen-, Erdnuss- oder Rapsöl verdünnt werden. Warum wird diese Tatsache vor den Konsumenten verheimlicht?
Ungerechtfertigte Steuern auf Pflanzenöl
Es liegt nämlich nicht an der Technik: die Mischung Heizöl-Pflanzenöl ist frostbeständig, hat einen ebenso guten Energiewert wie Erdöl, die Heizanlagen müssen nicht umgebaut werden und leiden keinen Schaden. Das Hauptproblem liegt vielmehr bei den Steuern auf den fossilen Brennstoffen. Ein Grossist könnte bei Pflanzenöl, das er für 30 Rappen pro Liter gekauft hat, einen Endpreis von 50 Rappen berechnen, wenn er nicht noch mindestens 30 Rappen Erdöl-Steuern dazurechnen müsste, dies obwohl Pflanzenöl eine erneuerbare Ressource ist und mit petrochemischen Produkten nichts gemein hat. In Deutschland bieten Tankstellen steuerbefreites Öl an. Sind die Schweizer zu reich, um auch solche Vorteilen zu geniessen?
Entwicklungsmöglichkeiten für die regionale Wirtschaft
Pflanzenöle sind eine naheliegende und praktische Lösung. Lokale Produzenten könnten ihre Samenproduktion sogar zu einem höheren Preis verkaufen, als ihnen z.B. die Migros bietet. Den EU-Staaten und Schwellenländern würden sich neue Einnahmequellen eröffnen, nebst einer verbesserten Ökobilanz durch Pflanzen, die Schadstoffe binden. Es müsste weniger Erdöl gekauft werden, ein Teil des riesigen Energiemarktes würde auf Länder und Unternehmen verteilt, deren Gesinnung weit friedlicher und sozialer ist als der US-dominierte militärisch-petrochemische Komplex. Die beste Waffe gegen die Bush-Mafia ist, die Erdöl-Abhängigkeit zu verringern. Die Infrastruktur ist vorhanden: Anbauflächen, Ölpressen, Zisternenwagen, usw. Es fehlt einzig der politische Wille und eine breite Medienkampagne.
Regionale Versorgung organisieren
Hanf-Info ist bereit, die Versorgung der Region Murten zu organisieren, doch es braucht die Unterstützung von anderen Landwirten. Ebenso müssen Brennstoffhändler und Grosskonsumenten die Initiative mittragen. Wir müssen Druck ausüben auf die Regierung damit die Steuer auf Pflanzenöl für Heizzwecke aufgehoben wird. Pflanzenöl kann auch für Fahrzeuge verwendet werden, obwohl das gewissen Kreisen in den Regierungen und der Erdöl-Lobby nicht gefällt! Allerdings müssen hierbei die Motoren umgebaut werden und die Technik könnte nicht umgehend zum Allgemeingut werden. Wirklich dringend ist die Heizölversorgung des kommenden Winters, nicht das Automobil! Es braucht jetzt ausserordentliche Massnahmen, damit die Bevölkerung unbeschadet über den Winter kommt. Jetzt muss gehandelt werden!
Laurent Appel











